Wärmepumpe und Heizkörper
Wie Sie herausfinden, welche Temperatur Ihre Heizkörper brauchen, und ab wann Hochtemperatur nötig ist.
Wärmepumpe für Heizkörper
Eine Hochtemperatur-Wärmepumpe liefert Heizwasser, das so warm ist wie bei vielen alten Öl- oder Gaskesseln. Das klingt nach der einfachen Lösung für jedes Haus, hat aber seinen Preis beim Stromverbrauch. Hier lesen Sie, wann sich die hohe Temperatur lohnt, wann ein Standardgerät reicht und was die Förderung verlangt.
Vom Heizkörper bis zur Stromrechnung: Hier finden Sie die Fragen, die vor einer Entscheidung geklärt sein sollten.
Wie Sie herausfinden, welche Temperatur Ihre Heizkörper brauchen, und ab wann Hochtemperatur nötig ist.
Wärmepumpe für HeizkörperWann das Hochtemperatur-Gerät im Altbau eine Brücke ist und welche Alternativen es gibt.
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Hochtemperatur-Luft-Wasser-WärmepumpeAnschaffung, Förderung und der Mehrverbrauch bei hoher Vorlauftemperatur im nachvollziehbaren Rechenbeispiel.
Hochtemperatur-Wärmepumpe KostenWir testen keine Geräte. Wir zeigen, welche Werte im Datenblatt zählen und wie Sie Testergebnisse lesen.
Hochtemperatur-Wärmepumpe TestBis zu drei Fachbetriebe prüfen, welche Temperatur Ihr Haus braucht, und machen ein passendes Angebot.
Angebot für Hochtemperatur-WärmepumpeEine Hochtemperatur-Wärmepumpe ist eine Wärmepumpe, die Heizwasser mit etwa 70 °C oder mehr bereitstellen kann, damit bestehende Heizkörper weiter genutzt werden können. Eine verbindliche Norm für den Begriff gibt es nicht.
Standardgeräte sind auf niedrigere Temperaturen ausgelegt, wie sie Fußbodenheizungen oder großzügige Heizkörper brauchen. Eine deutsche Marktübersicht listet zahlreiche aktuelle Modelle, die laut Datenblatt 70 bis 75 °C erreichen, eines davon sogar 78 °C. Die meisten nutzen das natürliche Kältemittel R290.
Jede Wärmepumpe hebt Wärme von einem niedrigen Niveau, etwa der Außenluft, auf das Niveau des Heizwassers. Je größer dieser Abstand, desto mehr Arbeit leistet der Verdichter. Bei Frost und 75 °C Vorlauf ist der Abstand am größten, entsprechend sinkt die Effizienz.
Je höher die Vorlauftemperatur, desto weniger Wärme macht die Wärmepumpe aus einer Kilowattstunde Strom. Zwei Beispiele aus einer deutschen Quelle zeigen die Größenordnung.
| Beispiel | bei 55 °C | bei 70 bis 75 °C | Strom je kWh Wärme |
|---|---|---|---|
| Datenblatt, Außenluft minus 7 °C (Leistungszahl) | 2,48 | 1,53 (75 °C) | ca. 0,40 statt 0,65 kWh |
| Umweltbundesamt, ganzes Jahr (Jahresarbeitszahl) | 2,8 | 2,3 (70 °C) | ca. 0,36 statt 0,43 kWh |
Werte aus Deutschland, Stand Oktober 2026. Die letzte Spalte ist eine eigene Rechnung: 1 geteilt durch Leistungszahl bzw. Jahresarbeitszahl.
Die hohe Vorlauftemperatur ist ein Werkzeug für bestimmte Situationen, kein Standard. Sinnvoll ist sie vor allem dann, wenn sich die nötige Temperatur mit vertretbarem Aufwand nicht senken lässt.
Wer dagegen nur ein, zwei zu kleine Heizkörper hat, fährt mit einem Standardgerät und gezieltem Heizkörpertausch meist günstiger. Wie Sie das unterscheiden, erklärt die Seite Wärmepumpe mit Heizkörpern. Für unsanierte Häuser lohnt der Blick auf Hochtemperatur im Altbau.
Die Neuauflage Kesseltausch 2026 fördert den Umstieg von einer fossilen Heizung auf eine Wärmepumpe mit einer Pauschale von € 5.000, verlangt aber eine Vorlauftemperatur von höchstens 55 °C im Wärmeverteilsystem (Stand Oktober 2026).
Für Hochtemperatur-Wärmepumpen ist das der heikelste Punkt. Das Gerät selbst darf mehr können; entscheidend ist, wie die Anlage ausgelegt wird. Wird sie für 70 °C geplant, kann die Förderung wegfallen. Wie die Förderstelle das im Einzelfall prüft, geht aus den Unterlagen nicht eindeutig hervor. Lassen Sie sich die Auslegungstemperatur im Angebot schriftlich nennen und klären Sie offene Fragen vor der Bestellung direkt bei der Förderstelle.
Die Registrierung ist von 2. November bis 31. Dezember 2026 offen; zählen dürfen Leistungen ab 7. Oktober 2026. Ausgeschlossen sind Kältemittel mit GWP über 750; bei GWP 150 bis 750, etwa R32, sinkt die Förderung bei Luft-Wasser-Wärmepumpen um 20 %. R290 liegt weit darunter. Die nächste Runde soll am 4. Jänner 2027 beginnen; dann ist der Antrag vor Baubeginn zu stellen, die Richtlinien sollen im Dezember 2026 beschlossen werden.
Ob Hochtemperatur oder Standard, klärt der Fachbetrieb vor Ort. Sie entscheiden danach.
Heizung, Heizkörper, Wohnfläche und Postleitzahl angeben. Das dauert wenige Minuten.
Nur wenn Sie zustimmen, geht Ihre Anfrage an höchstens drei geeignete Betriebe in Ihrer Gegend.
Der Betrieb ermittelt die nötige Vorlauftemperatur und prüft, ob ein Standardgerät reicht.
Sie vergleichen Auslegungstemperatur, Effizienz, Förderfähigkeit und Preis und entscheiden selbst.
Sie arbeitet wie jede Wärmepumpe: Ein Kältemittel nimmt Umweltwärme auf, ein Verdichter hebt sie auf ein höheres Temperaturniveau, und ein Wärmetauscher gibt sie an das Heizwasser ab. Der Unterschied liegt im Temperaturniveau. Kältemittel wie R290 und abgestimmte Verdichter erlauben Vorlauftemperaturen von 70 °C und mehr.
Ja, in vielen Häusern sogar mit einem Standardgerät. Entscheidend ist, wie warm das Heizwasser für Ihre Heizkörper sein muss. Erst wenn die Heizkörper an Frosttagen dauerhaft deutlich mehr als 55 °C brauchen, wird eine Hochtemperatur-Wärmepumpe zum Thema. Mehr dazu unter Wärmepumpe mit Heizkörpern.
Einen belegbaren Aufpreis gegenüber Standardgeräten nennt eine deutsche Quelle nicht. Luft-Wasser-Anlagen samt Montage liegen dort bei rund € 15.000 bis 31.000 (Richtwerte aus Deutschland). Für Österreich nennt der Klimafonds als Richtwert etwa € 23.000 inklusive Einbau (Stand Oktober 2026).
Höher als bei niedriger Vorlauftemperatur, weil der Verdichter mehr leisten muss. In einem Beispiel des deutschen Umweltbundesamts sinkt die Jahresarbeitszahl von 2,8 bei 55 °C auf 2,3 bei 70 °C. Für dieselbe Wärmemenge braucht das Gerät damit gut ein Fünftel mehr Strom (eigene Rechnung).
Gefördert wird im Kesseltausch 2026 nur ein Wärmeverteilsystem, das mit maximal 55 °C Vorlauf auskommt. Ein Gerät, das 75 °C kann, ist nicht automatisch ausgeschlossen, eine Auslegung der Anlage auf 70 °C kann die Förderung aber gefährden. Wie das im Einzelfall geprüft wird, sollten Sie vor der Bestellung bei der Förderstelle klären.
Laut Datenblatt setzen die meisten aktuellen Geräte mit 70 bis 75 °C auf Propan, also R290. Sein Treibhauspotenzial ist verschwindend gering; weil Propan brennt, gilt um das Außengerät ein Schutzbereich. Daneben gibt es Geräte mit R32, dessen GWP von 675 im Bundesprogramm bei Luft-Wasser-Wärmepumpen zu 20 % weniger Förderung führt.
Welche Vorlauftemperatur Ihr Haus wirklich braucht, ermitteln bis zu drei Betriebe vor Ort, danach folgt ihr Angebot. Kostenlos und unverbindlich.